Begeisterung - der Dünger für's Gehirn

Business Reframing - in Resonanz mit Herz und Hirn

Buchlink Seite S 62

Der Weg zum Glück

Im Zustand der Begeisterung geschieht etwas, das der Routinebetrieb des Gehirns nicht kennt: Viele unterschiedliche neuronale Netzwerke werden aktiviert, schütten neuroplastische Botenstoffe wie Adrenalin, Dopamin, Peptide und Endorphine aus, schicken diese neurobiologischen Signale bin in die Kerne der Nervenzellen und helfen dabei, genau das zustande zu bringen, was der Person ganz besonders am Herzen liegt.

 

Neugier und Interesse sind Zündstoffe 

Quelle: Gerald Hüther, „Was wir sind und was wir sein könnten“

Es reicht allein nicht aus, dass man Verschaltungen einfach nur recht häufig benutzt, sondern wir lernen nur das, was für uns wichtig ist. Und was einem Kind oder für uns selbst wichtig ist, wofür sich ein Mensch – ein Kind oder ein Greis – interessiert und deshalb begeistern kann, das entscheidet nicht die ‚Umwelt‘, das entscheidet er oder sie ganz allein.

 

Es sind eine ganze Menge unterschiedlicher Netzwerke, die in diesem Zustand der Begeisterung aktiviert werden. Und immer dann, wird im Mittelhirn eine Gruppe von Nervenzellen erregt. Diese schütten dann an den Enden neuroplastische Botenstoffe aus. So etwas passiert sonst nie im Routinebetrieb des Gehirns.

 

 

Dopamin & Co

Die bekanntesten dieser neuroplastischen Botenstoffe heißen Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, aber auch Peptide wie Endorphine und Enkephaline gehören dazu. Das neurobiologische Signal der Begeisterung wird so bis in die Zellkerne der Nervenzellen weitergeleitet … Auf diese Weise werden alle jene neuronalen Netzwerke ausgebaut und verstärkt, die im Hirn aktiviert worden waren, um genau das zustande zu bringen, was der Person ganz besonders ‚am Herzen‘ lag und weshalb sie sich auch so begeistert hatte. Genau das ist es, was die Hirnforscher meinen, wenn sie sagen, dass das Gehirn so wird, wie und wofür man es mit Begeisterung nützt und diese Entscheidung trifft nicht die Umwelt, sondern die subjektive Bewertung.

 

Nur wenn sich ein Mensch für etwas begeistert, kommt in seinem Gehirn die Gießkanne mit dem Dünger in Gang, werden all jene Netzwerke ausgebaut und verbessert, die der betreffende Mensch in diesem Zustand der Begeisterung nutzt.

 

 

Motivation entsteht, wenn wir uns begeistern

Unser Gehirn reagiert eben nicht auf das, was objektiv wichtig oder richtig ist, sondern nur auf das, was uns selbst aufgrund unserer eigenen subjektiven Bewertungen als wichtig und bedeutsam erscheint.

 

Erinnern sie sich, wie sie als kleines Kind unterwegs waren? Vor allem an die den ganzen Körper durchströmenden Begeisterung, was es damals für Sie alles zu entdecken und zu gestalten gab. Zwanzig bis fünfzig Mal am Tag erlebt ein Kleinkind diesen Zustand und jedes Mal kommt es dabei zur Aktivierung der emotionalen Zentren im Gehirn. Jede dieser kleinen Begeisterungsstürme führt gewissermaßen dazu, dass im Gehirn die Gießkanne mit dem Dünger angestellt wird, der für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht wird.

 

Es ist bemerkenswert, dass wir Menschen in der Lage sind, unsere Lebenswelt und unsere ‚Lebenswirklichkeit‘ so zu gestalten, dass genau das, was unser Leben so faszinierend, aufregend oder bezaubernd macht, also die Freude und Begeisterung an all dem, was dieses Leben an Möglichkeiten bietet, kaum noch vorkommt.

Wenn die Fackel der Begeisterung brennt

Für nichts lassen sich Menschen, auch schon als kleine Kinder, mehr begeistern als für das, was wir Glück nennen. Glücklich sind Menschen immer dann, wenn sie Gelegenheit bekommen, ihre beiden Grundbedürfnisse nach Verbundenheit und Nähe einerseits und nach Wachstum, Autonomie und Freiheit andererseits stillen können. Wenn sie also in der Gemeinschaft mit anderen über sich hinauswachsen können. Wer das erleben darf ist glücklich. 


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