"Wenn man eine Denkmaschine besäße"

Business Reframing - in Resonanz mit Herz und Hirn

Buchlink Seite S 197

Wellen, die die welt veränderten

 

Alan M. Turing (1912 - 1954)

Christian J. Meyer, „Eine kurze Geschichte des Quantencomputers“:

Der englische Begriff „computer“, bezeichnete ursprünglich Menschen, die langwierige Berechnungen vornahmen, z. B. Astronomen. Der früheste Text, in dem das Wort „computer“ isoliert verwendet wird, stammt aus dem Jahre 1613. In der New York Times tauchte das Wort erstmals am 2. Mai 1892 auf – in einer Kleinanzeige mit dem Titel „A Computer Wanted“ (Ein Rechenspezialist gesucht). Der britische Logiker und Mathematiker Alan M. Turing  gilt als Erfinder der „Denkmaschine“ Computer.

 

Für Turing und seine Zeitgenossen war es kaum vorstellbar, wie sehr diese „Allzweckmaschine“ die Welt verändert: Videos anschauen, mit Freunden chatten, per Mausklick binnen Millisekunden zwischen verschiedenen Jobs hin und her springen, Apps und Smartphones steuern, Autofahrern sagen, wo sie abbiegen müssen, dem Fabrikroboter anweisen, welches Teil er als Nächstes greifen soll, der Waschmaschine, wann sie mit dem Schleudern beginnen soll etc.

 

 

James Clerk Maxwell (1831 – 1879)

war ein schottischer Physiker. Er entwickelte einen Satz von Gleichungen, welche die Grundlagen der Elektrizitätslehre und des Magnetismus bilden. Sie sind eine der wichtigsten Leistungen der Physik und Mathematik des 19. Jahrhunderts und zeigen, dass sich elektrische und magnetische Felder gegenseitig fortpflanzten. Aus den Gleichungen ergibt sich, dass diese Welle sich mit 300.000 Kilometer pro Sekunde bewegt.

 

 

Heinrich Hertz (1857 - 1894) 

Der deutsche Physiker H. Hertz konnte als erster elektromagnetische Wellen im Experiment erzeugen und nachweisen und gilt damit als deren Entdecker. Damit war die Existenz von Maxwells elektromagnetischen Wellen bewiesen. Er wies auch nach, dass elektromagnetische Wellen sich auf die gleiche Art und mit der gleichen Geschwindigkeit ausbreiten wie Lichtwellen. Damit lieferte er die Grundlage für die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie und des Radios.

 

 

Guglielmo Marconi (1874 – 1937)

war ein italienischer Radiopionier. Er erkannte, dass sich elektromagnetische Wellen auch für die kabellose Kommunikation eigneten. 1901 sandte er erstmals Morsezeichen über den Atlantik. Seine Wireless Telegraph & Signal Company wurde später zur Marconi Company. Das erste echte Radio war danach eine Weiterentwicklung von Reginald Fessenden und strahlte im Jahre 1906 das erste Radioprogramm aus. Er übertrug Händels „Largo“ und Verse aus der Bibel, die er selbst vortrug.

 

1896 baute er ein „Gerät zur Aufspürung und Registrierung elektrischer Schwingungen“. Die Detektion der Hochfrequenzschwingungen basierte damals auf dem sogenannten Kohärer, der Metallfeilspäne in einem dünnen Glasröhrchen enthält. Die empfangene Hochfrequenzschwingung ändert den elektrischen Widerstand der Anordnung, wobei verschiedene Parameter (Korngröße und die Legierung der verwendeten Metallspäne) wesentlichen Einfluss auf die Funktion haben.

 

 

Mobilfunk heute

Im Jahre 2012 telefonierten die Deutschen mit ihren Mobilfunkgeräten fast 110 Milliarden Minuten lang. Das entspricht einem 200.000 Jahre andauernden Telefonat.

 

Die Weiterentwicklung und Nutzung der elektromagnetischen Wellen hat seit Marconis Zeit rasant zugenommen. Damals waren es die ersten Funkzeichen (Morsezeichen). Heute übermitteln elektromagnetische Wellen einen Großteil der Kommunikationsflut für den wirtschaftlichen und auch für den privaten Austausch. Die elektromagnetische Kommunikation ist der Treibstoff der heutigen Wirtschaft.


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Ch. J. Meyer   -  "Eine kurze Geschichte des Quantencomputers"



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