Visionen ... Anker in die Zukunft setzen

Business Reframing - in Resonanz mit Herz und Hirn

Buchlink Seite S 139

Navigation im Meer der Möglichkeiten

Die Entstehung von Realität

Quelle: Jörg Starkmuth, „Die Entstehung der Realität“:

Unsere Wahrnehmung richtet sich unbewusst und automatisch auf alles, was wir loswerden möchten, ablehnen oder nicht haben wollen. Auf quantenphysikalischer Ebene ist etwas abzulehnen eine fast unschlagbare Methode, es festzuhalten und an sich zu binden. Wir können Quanteneffekte nicht austricksen. Wir geben zwar vor, dass wir erfolgreich sein möchten, aber oftmals ist der wahre Grund unserer inneren Wirklichkeit, einen Misserfolg zu vermeiden. Im Spiegel der Realität zeigt sich immer die Wahrheit. Die häufigsten Fallstricke dabei sind:

 

positiv sein müssen: Der Glaube, dass ich muss positiv denken muss, wenn ich meine Probleme lösen will. Die Aussage ‚ich muss positiv denken‘ ist schon ein Widerspruch in sich. Wenn es jemand wirklich gut geht, ist eine positive Haltung und Gefühlswelt etwas Natürliches und braucht kein ‚muss‘. Ein ‚muss‘ offenbart etwas Zwanghaftes.

 

Suggestion: Autosuggestion funktioniert nur, wenn man die Aussagen (Mantras) als wahr empfindet und sie beim Hören ein gutes Gefühl auslösen. Im anderen Fall wird die Wahrnehmung auf den Vermeidungszustand gerichtet. Wenn Suggestion, dann sollte man eine Aussage treffen, die als wahr und angenehm empfunden wird.

 

Loswerden wollen: Ausschließlich unangenehme Dinge will ich loswerden. Solange ich etwas loslassen oder loswerden will, lehne ich eine Person, Sache, Situation oder ein Ergebnis ab. Damit entsteht automatisch eine Vermeidung. Niemand will haben, was er zugleich ablehnt.

 

Akzeptanz:   Grundsätzlich ist es ein kluger Ansatz. Eine mögliche Falle findet sich im ‚Schwindelgefühl der Toleranz‘. Toleranz ist eine begehrenswerte, Größe vermittelnde und beeindruckende Eigenschaft, die leicht zur Selbsttäuschung führt. Wahre Akzeptanz heißt, im Einverständnis mit den damit verbundenen Lebenskonsequenzen zu sein. 

 

Denkmuster:  Viele Überzeugungen sind tief verwurzelt und haben sich durch gesellschaftliche Regeln und durch unser kindliches Umfeld (Eltern, Verwandte, Freunde, Schule) gebildet, z. B. Glaubenssätze wie „Da kann man nichts machen“, „Wer was erreichen will, muss hart arbeiten“. Hierbei geht es nicht um die Wirkung dieser Sätze, sondern darum, dass sie verbaler Ausdruck von inneren Überzeugungen sind, die wir als absolute Wahrheit ansehen.

 

 

Ehrlichkeit sich selbst gegenüber                                                                          Die Auflösung solcher Kreisläufe braucht den Mut zur Wahrheit sich selbst gegenüber und ein vollständiges Annehmen der Realität – die Entwicklung einer ‚Gleich-Gültigkeit‘. Dieses Wort mag überraschen, weil es zumeist anders gebraucht wird, doch es befreit von der Bewertung eines Zustandes. Den „Quanten“ ist es gleichgültig, welche Realität entsteht, sie reagieren einzig und allein auf die (wahre) innere Absicht.

 

Hilfreiche und gute Methoden finden sich in spielerischen, kreativen Ansätzen, wie beispielsweise Augusto Boals „Theater der Befreiung“ oder in Achtsamkeit fördernden Übungen und Techniken. (Siehe Buchlink Nr. 12).

 

 

Bewusstsein ist wie ein  Anker

Der aktuelle Bewusstseinszustand ist wie ein Anker, den man in die Zukunft wirft und der sich an der gewählten Zukunftsvariante ‚festhakt‘, sodass man danach nur noch die Ankerkette einholen muss, was aber durch unser Zeiterleben automatisch geschieht. Wohlgemerkt haben wir aber auch die Wahl den Anker wieder loszureißen und anderswohin zu werfen, indem wir unsere Bewusstseinsausrichtung verändern. Der Inhalt unserer Gedanken, sowie die Absicht oder der Glaube und damit die Ausrichtung unserer Aufmerksamkeit, deckt sich mit den Deutungen der Quantentheorie, in denen es der Akt der bewussten Beobachtung (Absicht) ist, der aus einer Wahrscheinlichkeit eine Realität macht.

 

Deshalb hat unser Glaube einen erheblichen Einfluss, weil er unsere Aufmerksamkeit auf das lenkt, was wir glauben und damit eine entsprechende Realität wahrscheinlich werden lässt. Insbesondere erklärt dieses Prinzip, warum Zweifel – wie schon Jesus lehrte – eine Auswirkung auf den Erfolg haben. Sie lenken unsere Vision weg von der Vision des Erfolgs und hin zu dem potenziellen Misserfolg –  denn an was denkt man, wenn man an einer Sache zweifelt. Dabei hat man kaum das gewünschte Ziel vor Augen, sondern viel eher die unangenehme Version, die eintritt, wenn man scheitert. Damit reißt man sozusagen den Anker wieder aus dem Boden der erwünschten Zukunft.

 

 

Im Fall von Zweifel

Wenn uns Zweifel befallen, macht das Fahrzeug im Möglichkeitsraum sofort eine Kurve in Richtung Misserfolg und wenn das Vertrauen nicht zurückgewonnen werden kann, bleibt es auf diesem wenig erfreulichen Kurs. Bei den wirklich wichtigen Dingen richtet sich unsere Aufmerksamkeit viel öfter auf die unerwünschten Folgen eines Misserfolgs – denn meist sind uns die Dinge gerade deshalb so wichtig, weil wir irgend etwas Unangenehmes vermeiden wollen. Überzeugungen sind sehr mächtige Gedanken/Gefühle, was die Wahrnehmung angeht. Eine Überzeugung ist eine innere Wahrheit, mit hohem Steuerungsgehalt.

 

 

Innere Überzeugungen steuern unsere Biologie

Quelle: Bruce Lipton, „The biology of belief:“

Wahrnehmungsschalter oder -rezeptoren reagieren auf (äußere und innere) Reize, sie wenden sich Dingen zu, die Ihnen guttun (Nahrung, Orte etc.) und wenden sich von Dingen ab, die für sie negativ sind (giftig, unwirtlich etc.). Die Reize oder Signale werden von den artspezifischen Schaltstellen –  Membrane (Zellen) oder limbisches System (Mensch) – an den Körper oder die anderen Zellen weitergeleitet und führen daraufhin zu einer Reaktion weg von dort oder noch näher hin.

 

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einer Bank. Ihr Abteilungsleiter kommt zu Ihnen und erteilt Ihnen eine Anweisung und dann kommt der Direktor der Bank und erteil Ihnen genau die entgegengesetzte Order. Welcher Weisung würden Sie folgen. Ich denke, wenn Sie Ihren Job behalten wollen, wahrscheinlich dem Direktor oder? Ähnlich verhält es sich in der Hierarchie unserer Biologie. Die Zellen folgen immer den Anweisungen unseres Unterbewusstseins, das heißt unserer inneren Wahrheit . 


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