im Lösungsmodus agieren - BS 7

Business Reframing - in Resonanz mit Herz und Hirn

Denk-Baustein 7 - Lösungen entwickeln

von Zukunftswochen oder Sprints

„Wolf Veyhl ist im Würgegriff seiner großen Kunden. Vor einiger Zeit wurde ihm dabei bewusst, er führt (s)ein Unternehmen weiter, um die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter zu erhalten. Klar ersichtlich wurde auch, dass es keine Jahre mehr dauern wird, bis dieser Weg zu Ende war. Das gravierende Problem: die Abhängigkeit als Zulieferer von großen Auftraggebern.

 

Bei Wolf Veyhl heulten seit dieser Erkenntnis alle Alarmsirenen im Kopf, zu deutlich zeigte sich, dass dadurch die Existenz des Unternehmens, dass seit Generationen im Besitz seiner Familie war, auf dem Spiel stand.

 

„Wir müssen die Abhängigkeit umkehren;“ das ist sein Traum, als er in einem Workshop mit seiner Führungsmannschaft berät, wie es weitergehen soll. „Das ist doch ganz und gar unmöglich“, lautet der Einwand, der schwer zu widerlegen ist. „Es gibt Dutzende von Beispielen“, ergänzt der Leiter des Rechnungswesens, „Zulieferer können nie die Bedingungen diktieren.“

 

Der Vyhl-Prozess

Ich hoffe, Sie erlauben einen kurzen Vorausblick auf ein Praxisbeispiel von Business Reframing, worüber Sie im Kapitel neun noch mehr darüber lesen werden. Doch es verdeutlicht eine Lage, in der sich fast jeder Unternehmer, wahrscheinlich sogar jeder Mensch, mindestens einmal im Leben befindet. Eine „ausweglos“ scheinende Situation, ein Engpass oder ein übermächtiges Problem, für das es offensichtlich keine Lösung gibt. Das einzig offensichtliche war die erschreckende Konsequenz, die bei Fortführung dieses Weges drohte.

 

Selbst wir von Business Reframing hatten keine Vorstellung von einer Lösung, doch wir glaubten an die Möglichkeit oder um es in den Worten der heutigen Neurologie zu sagen: „„das menschliche Gehirn ist nicht für die Durchführung von bezahlten Dienstleistungen, sondern für das Lösen von Problemen optimiert, die das Leben jedes Einzelnen in einer menschlichen Gemeinschaft bereithält und immer wieder neu schafft.“  (G. Hüther) Am Ende steht das Konzept. Veyhl besucht seine großen Kunden und gewinnt die meisten dafür, zu einer „Zukunftswoche“ in sein Werk zu kommen, um gemeinsam eine Lösung zu entwickeln. Soviel sei vorweg verraten, das Ergebnis dieser Woche übertraf jede Vorstellung, falls man überhaupt eine hatte.

 

Von Zukunftswochen oder Sprints

Vor einiger Zeit entdeckten wir, dass die „Denkwerkstätten“ von Google einen ähnlichen Prozess entwickelt hatten, welchen sie SPRINT-PROZESS nennen und welcher mittlerweile in der Softwareentwicklung weltweit zum Einsatz kommt. Interessanter Weise hat es dasselbe Format (5 Tage) und fast dieselben Vorgaben, die bei Vyhl gegolten haben. Ein rühmlicher „Zufall“, dessen Bekanntheit natürlich weit über unsere reicht.

 

Fazit: Bei einer Lösungsorientierung ist es entscheidend, mit welcher (auch noch unbekannten) Idee, die Zukunft am besten gelingen kann. Was unser Hirn bewältigt, das schaffen Systeme noch lange nicht. Lösungen entstehen aus der Bereitschaft sich – von einer alten Meinung – auf eine kommende Neue einzulassen. Menschen oder Unternehmer müssen zu Entdeckern werden, die noch keine bekannten Routen, vorfinden, sondern welche die Routen erkennen und bestimmen müssen. Wenn ein Schiff zu unbekannten Kontinenten aufbricht, sind Führungskräfte, welche die Vision bekämpfen, beurteilen oder gar nicht teilen können, die gefährlichste Fracht an Bord. Visionen orientieren sich mehr nach einer Ahnung, einer Vorstellung von Möglichen.

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