Business Reframing - Leseproben

Business Reframing ist bei einem Forschungsaufenthalt von Prof. Berger in den USA entstanden. Die erste Auflage des Buches hat vor 20 Jahren bahnbrechende Erkenntnisse u. a. aus Neurologie, Kognitions- u. Empathieforschung, Quantenphysik, wie auch Zell- und Mikrobiologie vorweggenommen, die inzwischen experimentell bestätigt sind. Die sechste Auflage offenbart die Quellen.

 

Mit dem Institut setzen wir die Lehre des Buches seit 20 Jahren in Unternehmen um. Wir sind mit dieser Arbeit gewachsen. Wer dieses Wissen auf die Führung anwendet, erschafft Außergewöhnliches. Jetzt folgen viele unseren Spuren, aber unsere Erfahrung ist ein bedeutender Vorsprung. Jeder Mensch kann über sich hinauswachsen. Motivationsinstrumente, die ihn von außen anstoßen, sind auf Dauer wirkungslos. Nur wer seinen inneren Antrieben folgt, kommt zum Ziel.

 

Das Business Reframing Institut verfügt über das Know-How, dies zu erreichen. Sie brauchen nicht zu verstehen, warum das, was wir tun, funktioniert. Fehler sind immer möglich, aber eigentlich ist es sehr einfach – ganz so wie Sie auch einen Lichtschalter bedienen können, ohne zu verstehen, was Elektrizität ist und wie sie funktioniert.

 

Wenn wir neue Wege gehen, entdecken wir sie. Es gibt Unternehmer, die dieses Buch gelesen und die Lektionen allein umgesetzt haben. Von gescheiterten Versuchen haben wir nichts mitbekommen. Die Zusammenarbeit mit uns spart insofern Zeit, da es durch unsere langjährige Erfahrung in allen Belangen auf Anhieb funktioniert.


Managementmethoden sind Modekrankheiten


Zu alten Zeiten regierte König Agram ein großes Reich. Sein Volk lebte in Frieden, Freiheit und Fülle. Eines Tages fiel Agram vom Pferd, brach sich beide Beine und konnte seitdem nur mit Krücken laufen. Da verlor er alle Lebensfreude und vernachlässigte die Staatsgeschäfte. Der Ältestenrat beschloss deshalb, dass alle aus Solidarität mit dem König an Krücken zu gehen haben.

 

Im Laufe der Jahre wurde das Krückengehen normal und gab dem Volk seine Identität. Nur noch wenige konnten sich ein Leben ohne Krücken vorstellen. Diese wenigen ahnten, dass nur der glücklich ist, der die Krücken wegwirft und auf zwei Beinen läuft. Diese neue Freiheit löste das Krückengehen durch eine neue Disziplin ab: „Leanes Laufen".

  

Das neue Zeitalter wurde durch einen Wechsel des Paradigmas ermöglicht. Ein Paradigma ist eine Grundüberzeugung, Fundament und Voraussetzung des Lebens und der Arbeit. Weil sich niemand gern selbst aufgibt, ist sein Wechsel so schwer. Wenn das bisherige Paradigma eine Krise auslöst, werden veraltete Grundsätze zur Existenzgrundlage erklärt und Zweifler verunglimpft.

 

Ein Paradigmenwandel verändert die Gesetze, nach denen das System funktioniert und löst einen Evolutionssprung aus. Wissen veraltet, Kausalketten zur Vergangenheit zerbrechen, alte Erfahrungen werden wertlos. Wenn das, was bisher gültig war, nicht mehr gilt, ist Management kein Management mehr, sind Unternehmen keine Unternehmen mehr.

 

Für die Menschheit ist es nicht die erste Erfahrung dieser Art. Wir stecken gerade mitten in solch einem Evolutionssprung. Eine  erfolgreiche Bewältigung, wie ebenso eine erprobte Navigationshilfe für diesen Wandels bietet Business Reframing.


Integrität ist das einzige Tor zum Erfolg


Im Jahre 1896 betrachtet Max Weber eine Europakarte mit den Industrieregionen und eine andere Karte mit der Verbreitung der christlichen Konfessionen. Plötzlich durchfährt ihn ein Schock: Sämtliche Industrieregionen in England, Flandern, Deutschland, der Schweiz und der Tschechei sind kalvinistisch; und auch das angelsächsisch-puritanische Nordamerika.

 

Mit ihrem Wissen in der Metallverarbeitung hätten die Römer vor 2.000 Jahren die Dampfmaschine bauen und damit Geräte antreiben können. Ihnen fehlte eine „Protestantische Ethik". Ohne Johannes Calvin hätte es die Industrialisierung nicht gegeben. Calvin verbannt Orgel und Gesang aus der Kirche, lässt wertvolle Wandgemälde übertünchen und Kritiker hinrichten.

 

Luther wendet sich gegen Wucher und Zins; Calvin findet sie gut. Luthers Gott ist ein Gott der Liebe, Güte und Barmherzigkeit, der Sünden vergibt und uns in der Not hilft. Calvins Gott ist ein Gott der Allmacht, des Allwissens, der Herrlichkeit, der bedingungslosen Gehorsam fordert, die von ihm Auserwählten aber schon in diesem Leben mit Reichtum segnet.

 

Wer sich des eigenen Auserwähltseins vergewissern will, kämpft um jeden Preis für den eigenen Erfolg. Gewinnsucht und Geschäftsgeist unter dem Deckmantel der Frömmigkeit versehen den Reichtum mit einem Heiligenschein. „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn dass ein Reicher ins Himmelreich komme“, sagt Jesus dazu.

 

Die Strategie der Evolution ist Kooperation. Charles Darwins „survival of the fittest“ meint nicht Stärke, sondern Wandlungsfähigkeit und Flexibilität. Business Reframing führt zu dem Mehrwert, den dieser Kraftquell des Lebens uns bietet.


Unternehmen sind "nicht" für den Markt da


In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts propagiert die Ökonomie ein stetiges, gleichgewichtiges Wirtschaftswachstum – eine Tischlein-deck-dich-Lehre. Politiker greifen solche Konzepte begeistert auf, ermöglichen sie ihnen doch, denen, die sie wiederwählen sollen, mehr zu versprechen, ohne es denen, die schon viel haben, wegnehmen zu müssen.

 

Die Vorgabe „wachsen oder untergehen" ist wie die Aerodynamik während der Startphase eines Flugzeugs; wenn es nicht beschleunigt und aufsteigt, stürzt es ab. Wachstum erscheint als Voraussetzung für unternehmerisches Überleben. Dem Wachstum wird alles andere untergeordnet. Alle müssen dafür Opfer bringen, so wie sie früher den Göttern geopfert haben.

 

Sogar die Zerstörung der Natur wird rentabel vermarktet. Aber der Planet Erde antwortet. In ihrem Gleichgewicht bietet sie uns Fülle, Schönheit, Harmonie und in ihrem Ungleichgewicht Naturkatastrophen. Wir können unseren zeitlichen Horizont auf diese eine irdische Existenz beschränken und die Bedingungen zerstören, unter denen Leben auf der Erde fortbesteht.

 

Viele von uns verstehen die Sprache der Erde. Verantwortungsvolle Unternehmer ordnen sich nicht dem Markt unter; sie unterwerfen den Markt einer besseren Zukunft. Dabei werden sie zu bewussten Gestaltern; diese investieren Zeit, Kraft und Geld in ihre Abenteuer und Träume, in sich selbst. Alle Menschen, die Bedeutendes geschaffen haben, spiegeln sich in ihrem Werk.

 

Mit Business Reframing wird eine Zukunft von Menschen erschaffen, die sich einbringen, mitdenken, mitgestalten und Fehler machen, um daraus zu lernen. Sie entwickeln Lösungen, um über sich hinauszuwachsen und bilden Gemeinschaften, denen sie verbunden sind.


Erfahrung ist nicht übertragbar


Unsere Sprache reduziert unsere Erfahrungen auf Dinge, die wir mit ihr unterscheiden können. Lean production wird z. B. gern mit „Schlanke Produktion" übersetzt; aber lean ist nicht schlank und production ist nicht Produktion. Lean production ist verschwendungsfreie Wertschöpfung und die löst keine Entlassungskuren aus, die Unternehmen verschlanken.

 

Wer keinen Wein trinkt, kann Cabernet Sauvignon von Merlot nicht unterscheiden. Wer nie klassische Musik hört, erkennt zwischen Händel und Rossini keinen Unterschied, wer nie Rock hört, nicht zwischen Elvis und den Beatles. Wer nie Kunstwerke anschaut, sieht bei Vincent van Gogh oder Paul Klee nur bunte Farben. Die Grenzen unserer Erfahrungen sind die Grenzen unserer Welt. Wie können wir als Wein-, Musik- oder Kunstbanausen unser Leben um Möglichkeiten bereichern, von denen wir jetzt noch nichts ahnen? Das ist sehr einfach: Wir müssen in Bordeaux Wein trinken, in der Hamburger Elbphilharmonie in ein Konzert gehen und in Amsterdam ein Museum besuchen. Wir müssen uns der Erfahrung aussetzen.

 

Der reife Manager führt deshalb nicht, sondern zeigt Konsequenzen auf; er deutet nicht, sondern lehrt zu denken; er leidet nicht mit, sondern hört zu; er forciert nicht, sondern lässt etwas geschehen; er greift nicht immer gleich ein, sondern beobachtet. Entscheidend ist nicht das Ergebnis unserer Erfahrung, sondern wie wir sie verarbeiten, mit ihr umgehen.

 

Unternehmen sollten sich in Erfüllungsstätten für menschliche Potenziale verwandeln. Weltweit kann nur jeder fünfte Mitarbeiter seine Stärken regelmäßig einsetzen. Denken Sie, Sie könnten Ihre Ergebnisse verbessern, wenn Sie diese Zahl verdoppeln oder verdreifachen?


Sachkonflikte gibt es nicht

Das Frühstück schmeckt nicht. Der Grabenkampf liegt mir im Magen. Ich will und muss kämpfen und den Firmeninhaber zu einer Entscheidung bringen. Und wenn sie gegen mich ausfällt, ist es auch gut; dann werde ich um Verständnis bitten und den Auftrag zurückgeben. Das ist eine ehrenhafte Niederlage. Mein Auftraggeber führt mich ins Konferenzzimmer wo das Projektteam versammelt ist. Als ich dem Projektleiter die Hand gebe, erstarre ich, mit diesem gestriegelten Widerling, diesem eiskalten Pokerface will ich nicht zusammenarbeiten.

 

Als die Runde vollständig um den Besprechungstisch sitzt, schaue ich Herrn Paul an, Herr Paul schaut mich an, der Inhaber wirkt etwas abwesend, alle anderen schauen nach unten, ahnen wie es weitergeht, wissen nicht wie es ausgeht und wollen sich heraushalten. „Nun?“ eröffnet der Chef den Ring und nachdem er betretenes Schweigen erntet: „Möchte jemand etwas sagen?“

 

Ich hole tief Luft, atme unendlich viel Kraft ein; alle bekommen es mit und schauen mich erwartungsvoll an. „Ja“, beginne ich, „ich möchte sagen, warum wir so hier nicht weiterkommen. Das hat einen Grund und der ist, dass ich Sie, Herr Paul, nicht leiden kann.“ Plötzlich sind alle hellwach, sitzen kerzengerade, die Münder geöffnet, die Pupillen riesengroß, die Hände verkrampft, die Knie um die Stuhlkanten gepresst und halten die Luft an, die unter Hochspannung knistert. Die Blicke blitzen hin und her, von mir zu Herrn Paul, von Herrn Paul zu mir, und durchbohren uns beide. Ich lehne mich erleichtert zurück. Es ist vollbracht. Herr Paul ist versteinert, regungslos, ausdruckslos, fassungslos, und nachdem er spürt, dass er im Mittelpunkt steht, schaut er mich lange an, sehr lange, mit stahlhartem Blick, den ich ertragen muss, direkt in die Augen. Und dann antwortet er: „Und ich Sie auch nicht

 

Wir müssen die Sitzung verlängern. Den ganzen Tag dauert sie, bis sieben Uhr am Abend. Und dann liegt das Ergebnis auf dem Tisch: die beste Lösung des Problems, die möglich ist. Alle haben daran mitgewirkt und sehr viel beigetragen. Es ist nicht seine Lösung, es ist auch nicht meine. Das Beste ist besser als alles, was Herr Paul oder ich allein je zustande gebracht hätten.

 

Keiner von uns konnte ahnen, was möglich ist; keiner von uns hat ohne die Beiträge der anderen auf die Idee kommen können. Wir haben eine außergewöhnliche Innovation zustande gebracht, die alle begeistert. Sachkonflikte gibt es nicht! Mit Business Reframing erweitern Sie Ihr Kommunikationsverständnis, dadurch werden Prozesse effizienter, Produkte innovativer und Unternehmen wettbewerbsfähiger.



Organisatorische Macht ist wirkungslos


Am Nachmittag entscheiden sie, dass sie noch einmal übernachten müssen, fahren zurück in das Hotel, aus dem sie abgereist sind und gehen auf die Empfangstheke zu. Eine Rezeptionistin schaut sie entgeistert an: „Herr Peters, Herr Waterman, Sie haben heute früh ausgecheckt, was ist passiert?“ – „Woher kennt sie unsere Namen?“, schießt es den beiden durch den Kopf.

 

Als sie sich die Bilanz der Hotelgesellschaft anschauen, staunen sie über den hohen Gewinn. Und nachdem sie Hunderte von Bilanzen aus vielen Branchen verglichen haben, kommen sie zu ihrem Ergebnis: Hohe Gewinne werden nur dort erzielt, wo die Mitarbeiter an der Basis der Unternehmenshierarchie sich mit dem Unternehmen identifizieren.

 

Leistungsfähige Menschen, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, sind psychisch normal. Psychisch normale Menschen sind weder Märtyrer, die sich selbst und ihre eigenen Interessen zum Wohle des Ganzen opfern, noch Masochisten, die sie selbst quälen, weil das für andere gut ist. Mitarbeiter geben nur dann ihr Bestes, wenn ihnen die Arbeit Freude bereitet.

 

Das Geheimnis von Freude an der Arbeit ist eine weitgehende Mitbestimmung am Arbeitsplatz: Jeder wird zur Hälfte nach dem Ergebnis des Profitcenters vergütet, in dem er arbeitet und zur andere Hälfte nach dem Urteil der Kollegen; Kriterium: trägt er zum Ergebnis bei? Die Mitarbeiter entscheiden im Konsens wer ihr Vorgesetzen wird; Kriterium: wer fordert und fördert sie?

 

Das menschliche Gehirn ist nicht für Dienstleistungen sondern das Lösen von Problemen optimiert, die das Leben immer wieder neu schafft. Stellen Sie in Ihrem Unternehmen um - von einer "Ressourcenverschwendung" zur einer Entfaltungsstätte für Potenziale.


Unternehmensplanung ist Beschäftigungstherapie


Wladimir Lenin hat die fatalen Konsequenzen der Planwirtschaft erst auf dem Sterbebett erkannt. Mao Tse Tung hat daraus gefolgert, dass die Bürokratie zerschlagen werden muss und mit seiner „Kulturrevolution" das Chaos ausgelöst. Unternehmensleitungen wollen die Prozesse über Ergebnis-, Kosten- und Stellenpläne beherrschen.

 

Ausgangspunkt der meisten Pläne ist der Jahresabschluss – ein Überbleibsel der Bestandsaufnahme nach der Ernte; er spiegelt die Vergangenheit eines Unternehmens. Erfahrungen von gestern bieten aber nicht die Antworten für morgen. Zukunftsfähige Organisationen begegnen der wachsenden Komplexität und Dynamik mit einer kompetenz- und marktorientierten Weitsicht.

 

Wir bekommen viele Bewerbungen von Hochqualifizierten, für die wir keine Stellen haben. Ich will ein Experiment ohne Planung wagen. „Gute Leute können wir immer gebrauchen", sage ich und stelle zehn junge Hochschulabsolventen ein, die ihr Studium in Rekordzeit abgeschlossen und nebenbei noch etwas Außergewöhnliches geleistet oder erreicht haben.

 

Wir stecken sie für ein Jahr zur Hälfte als Arbeiter in die Produktion, wo sie Verbesserungsideen umzusetzen sollen; und zur Hälfte in den Außendienst, wo sie Umsatz erzielen sollen. Auf die, die das überlebt haben, wartet ein Gruppenbüro. „Wer weiß, was er tut, kann tun, was er will“, erkläre ich ihnen, „Sie haben 18 Monate Zeit, um uns zu zeigen, was Sie können.“ Sie haben uns in der Logistik jährlich 17 Millionen Dollar eingespart.

 

Unnötige Bürokratie ist eine Beschäftigungstherapie. Eine kunden- und marktorientierte Unternehmenskultur begegnet einer Zukunft mit wachsender Komplexität in einer positiver Arbeitsdynamik, geistigen Spielräumen und der Möglichkeit von Innovationen.


Mitarbeiter sind Resonanzkörper


Die Tische sind mit üppigen Blumensträußen und Champagnergläsern geschmückt. Der Raum füllt sich mit vielen Herren und wenigen Damen. Sie wechseln hin und her, stehen redend und lachend in kleinen Gruppen. Mein Vorgänger wird in den Ruhestand verabschiedet. Der Herr vom Vorstand beginnt und lobt den Jubilar mit überschwänglichen Worten: „40 Jahre waren Sie ein engagierter Mitarbeiter, unermüdlich in der Erfüllung Ihrer Aufgaben, zu jeder Zeit eine solide Stütze für das Unternehmen, vorbildlich in der Menschenführung, viele haben sich an Ihnen ein Beispiel genommen, bei Ihren bewundernswerten Leistungen sind Sie bescheiden geblieben, Ihr Ausscheiden wird eine schwer zu schließende Lücke hinterlassen“.

 

Danach spricht der Personalchef, und dann bin ich an der Reihe. Kurz soll es werden, heiter und entspannt; die Leute sollen etwas zu lachen haben. Nach einigen launigen Vorbemerkungen stelle ich meinem Vorgänger die Frage: „Haben Sie in diesen 40 Jahren eigentlich nie an Scheidung – von der Firma – gedacht?“ Die Gesellschaft lacht gequält. Der Witz ist schlecht angekommen.

 

Dann kommt der Jubilar. „Mein lieber junger Kollege“, sagt er, „das ist eine interessante Frage und ich muss Ihnen sagen, wenn Sie mich das vor einem Jahr gefragt hätten, hätte ich Ihnen nicht ehrlich geantwortet. Wenn ich nachher hier herausgehe, bin ich ein freier Mann, und deshalb kann Ihre Frage jetzt offen beantworten: An Scheidung habe ich nie gedacht – aber an Mord“.

 

Sind Sie schon einmal durch die Eingangstür eines Unternehmens gegangen und haben sofort – noch bevor Ihnen der erste Mensch begegnet ist – gespürt, dass Sie da nicht hingehören? Sind Sie schon einmal in einen Laden, in ein Restaurant, in eine Galerie, in ein Gebäude gekommen und haben sofort gespürt, dass Sie hier gern bleiben möchten?

 

Menschlichkeit, Vertrauen und Beziehung bringen große Vorteile und kosten nichts. Die meisten Menschen wünschen sich ein intaktes soziales Umfeld. Machen Sie Ihr Unternehmen mit einer humanen Ausrichtung anziehend und charismatisch.


Unternehmen sind Neuronenkraftwerke


Ein Zulieferer ist im Würgegriff seiner großen Kunden. Er führt sein Unternehmen weiter, um die Arbeitsplätze zu erhalten. „Wir müssen die Abhängigkeit umkehren,“ das ist sein Traum. „Das ist doch ganz und gar unmöglich“, wenden seine Führungskräfte ein, „Zulieferer können die Bedingungen nie diktieren; Ihr Traum ist eine Illusion“.

 

 „Ich weiß nicht, wie es gehen soll, aber ich will es,“ antwortet der Unternehmer. In einer Business Reframing Klausur mit seinem Führungskreis müssen alle Äußerungen dazu beitragen, wie es gehen kann und wird. Am Ende steht das Konzept. Der Unternehmer gewinnt die Entwicklungschefs seiner großen Kunden dafür, zu einer „Zukunftswoche“ in sein Werk zu kommen.

 

Die Entwicklungschefs entwerfen das Produkt der Zukunft. Jeder hat mitgewirkt, das Ergebnis ist etwas Besonderes. Niemand gibt sich danach mit weniger zufrieden. Alle kaufen jetzt dieses von ihnen mitentwickelte Produkt ein. Der Umsatz ihres Zulieferers weitet sich aus; zwei neue Werke im Ausland kommen hinzu. Seine großen Kunden sind jetzt von ihm abhängig.

 

Was wir nicht denken können, existiert für uns nicht. Fragen erschaffen das, wonach gefragt wird, im Denken. Das Denken erschafft das, woran gedacht wird, in der Wirklichkeit. Viele Menschen erforschen eine Sache nicht, sondern verteidigen ihre vorgefasste Sicht. Business Reframing erweckt die gelähmte Fantasie und ebnet einer besseren Lösung den Weg.


Visionen wirken stärker als Dynamit


Die Vision ist weiter, weniger dicht als der Körper; sie schwingt höher und kann viele Körper und Gehirne durchdringen, deren Denken und Handeln bestimmen; ganz so wie unser Denken die nicht denkende Materie, die dichter und tiefer schwingt, beherrscht und formt. Wenn Sie sich mit Ihrer Vision identifizieren, sind Sie ein Schöpfer und gestalten Sie den Lauf der Welt. 

 

Die Aura zeigt denjenigen Teil unseres Schwingungsfeldes, der unsere Gefühle wiederspiegelt. „Nur mit dem Herzen können wir sehen“, umschreibt es Antoine de Saint-Exupéry.  Denken ist die Wurzel von Gefühlen, von Sprache, von Realität; es gestaltet die Welt; seine klare Ausrichtung in Verantwortung für das Ganze macht das Leben lebens- und liebenswert.

 

Liebe, Würde und Sinn sind die zentralen Forderungen einer Business-Reframing-Revolution; sie bringt die „liberté, égalité et fraternité“ (Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit) der Französischen Revolution auf die nächste Ebene und in Unternehmen. Liebe hängt mit Freude zusammen, auch mit der Freude, eine Aufgabe zu bewältigen. Würde hängt mit Anstrengung zusammen, auch mit der Anstrengung der Leistung, des Risikos. Sinn hängt mit Gott zusammen.

 

Die wichtigste Vision ist die von uns selbst. Niemand stirbt, bevor er seine Lebensaufgabe nicht erfüllt hat, außer man gibt sich selbst auf. G, Raspe, Chef eines Weltunternehmens hatte schon in jungen Jahren einen Konzern verantwortungsvoll strategisch ausgerichtet. Der sichere nahe Tod hat ihm diesen Blick in die Tiefen des Seins offenbart: „Es kommt nicht darauf an, was wir verdienen mit dem, was wir tun. Es kommt allein darauf an, wer wir werden durch das, was wir tun“.